Offener Brief – zur Stadtverordnetenversammlung am 25.02.2016

An alle Stadtverordneten und den Magistrat von Bad Nauheim
Stadtverordnetenversammlung am 25.02.16

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Meine Redezeit gestern war leider um, darum möchte ich auf diesem Weg Stellung nehmen zu der „gelungenen“ Würdigung meiner Arbeit in den Gremien in den letzten 10 Jahren.
3B, aber ganz besonders auch ich, haben uns immer wieder in unterschiedlichste Themen eingearbeitet und zu den Diskussionen mit sachkompetenten Beiträgen beigetragen. Letztes Beispiel, die Auseinandersetzungen um Sprudelhof und Therme. Dass es jetzt eine Lenkungsgruppe gibt, die das Thema zügig und fraktionsübergreifend bearbeitet und organisiert, ist zu einem guten Teil auch 3B zu verdanken. Und es gab viele andere Themen mehr.
Als Antwort für diese sehr konstruktive Mitarbeit nach nunmehr 10 Jahren wollte der Bürgermeister ein hämisches Witzchen: 3B = bye bye burdak mit auf den Weg geben. Dies halte ich weder für witzig noch entspricht dies dem Respekt, den er angeblich immer wieder den ehrenamtlich Tätigen Stadtverordneten zollt. Das hat er zumindest nicht nur einmal so behauptet.
Viel besser aber konnte es der Fraktionschef der UWG, mit seinen Behauptungen, „der Burdak äußere mit seiner Kritik an der MV-437-16 (Bad Nauheim Süd) nur seinen persönlichen Frust darüber, dass 3B in 10 Jahren Mitarbeit nichts erreicht habe.“
Da kommt also einer daher, der bei der Mitarbeit an Einzelprojekten der Stadt in den letzten Jahren nicht auffällig geworden ist. Dafür glänzt er aber ab und an durch lautstarke, pathosbehaftete Reden an „die Bürger der Stadt“ und befindet sich dabei stets im Wahlkampfmodus.
Sein gestriger pöbelhafter Vortrag, der ja mehr auf persönliche Beleidigung angelegt war, fällt wieder zurück in die Muster alter Zeiten: Stammtischpolitik. Ich dachte wir hätten das längst hinter uns gebracht.
Diese Art des Umgangs mit Einzelnen leistet der parlamentarischen Demokratie einen Bärendienst, weil es die Politikverdrossenheit der Bürger noch weiter verstärkt. Zeigt sich doch so, dass der Respekt vor der „anderen“ Meinung nicht mehr vorhanden ist. Egal, ob man sie teilt, oder vom Gegenteil überzeugt ist. Mit persönlicher Beschimpfung und mutwilligen Unterstellungen hat man die Ebene der sachlichen Diskussion hinter sich gelassen.

Viele Grüße
Juergen Burdak


Seitenanfang  Seitenanfang

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>